Leitbild

Präambel

Das Pfalzinstitut für Hören und Kommunikation (PIH) wurde 1825 als Taubstummenanstalt von Augustin Violet gegründet und befindet sich in der Trägerschaft des Bezirksverbandes Pfalz. Es verfügt über eine lange Tradition hinsichtlich der Bildung und Förderung von Menschen mit Hörschädigung. Wir befinden uns stetig im Prozess der Weiterentwicklung, in dem vielfältige Berufsgruppen mit ihren spezifischen Kompetenzen eingebunden sind.

Aufgabe des PIH ist die Bildung, Förderung, Unterrichtung, Beratung und Erziehung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Hörschädigung. Die Begriffe Hören und Kommunikation bezeichnen die Felder unseres Arbeitsschwerpunktes.

Unser Menschenbild basiert auf der Aussage: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist unsere Verantwortung, denn jedes einzelne Leben stellt einen Wert in sich dar. Unser Ziel ist deshalb die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen – mit und ohne Behinderung – an der Gesellschaft.

Grundlage unseres Handelns ist der Respekt vor jedem Einzelnen in seiner Einzigartigkeit. Dieser Einzigartigkeit wollen wir gerecht werden, indem wir ihr in unserem Handeln ausreichend Entfaltungsmöglichkeiten bieten.

Wir berufen uns auf die schulrechtlichen Vorgaben, die Leitlinien zur Förderung von gehörlosen und schwerhörigen Schüler:innen des Landes Rheinland-Pfalz, das Landesbehindertengleichstellungsgesetz, die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung sowie die Leitlinien des Bezirksverbands für Führung und Zusammenarbeit.

Unser Leitbild beschreibt das Selbstverständnis des PIH als dynamische Organisation und stellt die Grundlage für unsere kontinuierliche Qualitätsentwicklung dar.

 

Leitbild des Pfalzinstituts für Hören und Kommunikation

Als Mitarbeiter:innen des PIH arbeiten wir kooperativ im Team. Dabei legen wir Wert auf gegenseitigen Respekt, gewaltfreien Umgang in jeglicher Form, Transparenz und Ehrlichkeit. Wir sprechen offen miteinander und sind aufgeschlossen für konstruktive Kritik und Selbstkritik.

Unser Ziel ist die Teilhabe von Menschen mit Hörschädigung an der Gesellschaft auf der Basis von Kommunikations- und Sozialkompetenzen. In diesem Sinne engagieren wir uns für die uns anvertrauten Kinder, Jugendlichen, junge Erwachsenen und deren Familien.

Für ein selbstbestimmtes Leben sind Selbstständigkeit und Identität wichtig. Zudem sind Wissenserwerb und Bildung sowie Dialog- und Kommunikationsfähigkeit von großer Bedeutung. Für eine wertschätzende Kommunikation ist daher das Schaffen optimaler Hör- und Kommunikationsbedingungen unter Hinzuziehung technischer Hilfsmittel unerlässlich. Das Gleiche gilt für den Erwerb einer umfänglichen Sprachkompetenz. Hierzu zählen Lautsprache, Schriftsprache, Gebärdensprache, unterstützende Gebärden sowie unterstützende Kommunikation. Diese Vielfalt der Kommunikationsformen umzusetzen ist für uns selbstverständlich.

Für unseren Erziehungs- und Bildungsauftrag sind die persönlichen Voraussetzungen handlungsleitend. Fähigkeiten und Förderbedarf des Kindes erfordern die individuelle Gestaltung der Erziehung und Bildung. Die jeweilige Unterstützung kann im familiären Umfeld, im PIH und/oder in anderen Bildungseinrichtungen stattfinden.

Die Grundlage für die Zusammenarbeit aller Beschäftigten des PIH ist gegenseitiges Verständnis, Wertschätzung und Mitgestaltung über allen Ebenen. So wird unsere gemeinsame Arbeit für und mit Menschen ein kooperativer, zielführender Prozess aller Beteiligten.

Gegenüber Kindern, Schüler:innen, Mitarbeiter:innen sowie Eltern und Kooperationspartner:innen tragen wir die Verantwortung, unseren Auftrag zu erfüllen, uns kontinuierlich fortzubilden und eine hohe Qualität anzustreben.