Studientag 09.10.20, Kita


Studientag, am Freitag, den 09.10.2020,   Integrative Kindertagesstätte des PIH

Die Sozialpädagogischen Fachkräfte der Integrativen Kindertagesstätte des PIH haben sich am Studientag ihre Aufgaben aufgeteilt.

Eine Gruppe war mit der Ersten-Hilfe-Fortbildung in Bildungs- und Betreuungseinrichtungen für Kinder beschäftigt. Die Veranstaltung fand beim Deutschen Roten Kreuz im Bereich Ausbildung in Ludwigshafen ganztags statt.

Es wurden u.a. die 5 W-Fragen des Notrufs (112) besprochen:

Wo ist etwas passiert?

Was für ein Notfall ist passiert?

Wie viele Personen (Geschädigte) sind betroffen?

Welche Art von Verletzungen/Erkrankungen sind ersichtlich?

Warten auf Rückfragen!


Es wurden Atem-Kontrolle, stabile Seitenlage und Wiederbelebungsmaßnahmen besprochen und geübt. Notfallsituationen und Erste Hilfe beim Kind waren wichtige Themen, wie beispielsweise, allergische Reaktionen, wie erkennt man sie und was ist zu tun, Herz-Lungen-Wiederbelebung bei Kindern, Erstickungsanfall durch Fremdkörper in der Luftröhre, Blutungen/Verletzungen am Kopf, Finger, Arm/oder Bein – Anlegen verschiedener Verbände, Maßnahmen bei einem Sonnenstich/Hitzschlag oder bei einer Unterkühlung, Verätzung der Augen/Haut, Verbrennung und Verbrühungen, Zahnverletzung, u.v.m.

  


Eine andere Gruppe befasste sich am gleichen Tag mit der neuen
Individuellen Gesamtplanung für Kinder und Jugendliche in Rheinland-Pfalz mit ICF basierten Codes, welche im Jahr 2021 den ursprünglichen Teilhabeplan ablöst. Zu der Individuellen Gesamtplanung werden verschiedene Bereiche erfasst und bearbeitet; z.B. Lebensbereiche und Umweltfaktoren nach ICF-CY.

Lebensbereiche - Aktivität und Partizipation (Teilhabe):

Hier werden die Perspektive des Kindes, die Einschätzung der Sorgeberechtigten, die Einschätzung der Kita, die Kontextfaktoren (Umwelt und personenbezogene Faktoren) herausgearbeitet. Hinzu kommt die fachliche Beurteilung mit einer zusammenfassenden Beschreibung der Bedarfssituation mit drei Zielen für den jeweiligen Bereich. Des Weiteren sollen pro Lebensbereich Erläuterungen/Schlussfolgerungen zu den Kontextfaktoren festgelegt werden.

Folgende Bereiche gehören zur Bearbeitung – zusammen mit den FallmanagerInnen der Kostenträger/mit den AntragstellerInnen, mit den FallmanagerInnen der Einrichtung – dazu:

  1. Lernen und Wissensanwendung (d110 bis d177)
  2. Allgemeine Aufgaben und Anforderungen (d210 bis d250)
  3. Kommunikation (d310 bis d360)
  4. Mobilität (d410 bis d475)
  5. Selbstversorgung (d510 bis d571)
  6. Häusliches Leben (d510 bis d571)
  7. Interpersonelle Interaktion und Beziehungen (d710 bis d770)
  8. Bedeutende Lebensbereiche (d810 bis d880)
  9. Gemeinschafts-, Soziales und staatsbürgerliches Leben (d919 bis d950)

In der Teilhabezielvereinbarung werden im Anschluss vorrangige Fernziele nach den Lebensbereichen und vorrangige Nahziele festgelegt. Über den Zeitpunkt der Zielerreichung und über die Unterstützer sowie Leistungserbringer müssen sich die Akteure auseinandersetzen und festlegen, wer für welches Ziel/welche Förderung verantwortlich ist.

Am Ende gibt es ein Formular für das Ergebnis der Gesamtplanung als Kurzfassung in einer Übersicht.

Der Studientag kann als eine Auftaktveranstaltung gewertet werden, um Neues anzustoßen. In folgenden, weiteren Teams und Arbeitskreisen werden die Fachkräfte die Themen intensiv bearbeiten und sich mit anderen Fachkräften vernetzen.

 

Frankenthal, den 22.10.2020

Marion Walther
Leiterin der I-Kita

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