Erasmus + Mobility Trnava/Slowakei

vom 17. - 23.03.2019

E-Maths Projekt

 

Celine Schneider, Sarah Romanski, Uli Moske, Sanae Lazaar, Jayden Smith (v.l.n.r.)

Mit dem Schulbus ging es am Sonntag um 7 Uhr von Frankenthal, aus der Mitte Europas in den Osten nach Trnava, im Herzen der Slowakei. Auf dem Programm stand die zweite von insgesamt sechs Mobilities im Rahmen des Erasmus + Projekts E-Maths.

Nach gut neun Stunden Fahrt erreichten wir, Celine Schneider, Sanae Lazaar, Jayden Smith, Schüler der Klasse 9b, sowie Sarah Romanski und Uli Moske als begleitende Lehrer unser Ziel. Dort warteten schon die beiden Schüler Adam und Adam unserer slowakischen Partnerschule SOSE (elektrotechnische Berufsfachschule), auf ihre drei Gastschüler. Wir Lehrer waren im Hotel Arena untergebracht, welches sich in einem Fußballstadion-Komplex mitten im Zentrum von Trnava befindet.

Für die Schüler ging es dann in die Familien und wir beide warteten auf die Kollegen der anderen teilnehmenden Schulen. Insgesamt nehmen Schulen aus sechs Ländern an diesem Projekt teil, Slowakei, Frankreich, Polen, Spanien, Türkei und Deutschland. Die erste Mobility fand bereits im November 2019 in St.Etienne, Frankreich statt. Inhalt des Projekts ist die Entwicklung einer Mathematik App um den Schülern das Verstehen von schulmathematischen Problemen durch Beispiele aus dem Alltag zu erleichtern. Nebenbei sollen die Schüler erste Einblicke in das Programmieren einfacher Abläufe am Computer bekommen.

 

MONTAG

Der Montag stand ganz im Zeichen des Kennenlernens. Nach einer Begrüßung aller Teilnehmer wurde uns die Schule gezeigt. Interessant war zu sehen, dass alle Schüler im Gebäude mit Hausschuhen unterwegs waren, die Straßenschuhe in persönlichen Spinden untergebracht. Der Reinigungsdienst wird es ihnen danken!

Die Schule ist ein großer Komplex in dem die Praxis einen großen Anteil am Unterricht hat. Nach dem Rundgang ging es zum gemeinsamen Mittagessen in die schuleigene Kantine. Nach der Mittagspause hatte man eine Willkommensshow für die Gastschulen mit Gesang und Musik organisiert. Einer der slowakischen Lehrer sang für jede Gastschule ein Lied aus dem jeweiligen Land. So wurden wir mit einem uns unbekannten Song von Wolfgang Petry bedacht. Alles in allem ein fröhlicher Ausklang des ersten Tages. Die Schüler nahmen dann am slowakischen Familienleben teil und wir Lehrer verabredeten uns zu einem gemeinsamen Abendessen.

 

Mathematikunterricht auf Slowakisch

 

DIENSTAG

Heute stand Kultur auf dem Programm. Der Tag begann für die Lehrer mit der Besichtigung der größten und bekanntesten Weinkellerei in der Region Trnava, der Firma Mrva & Stanko. Ein Betrieb der mit Geldern des EU Landwirtschaftsfond aufgebaut wurde. Der Betrieb könnte auch in der Pfalz stehen!

Anschließend trafen sich Schüler und Lehrer zu einer hochinteressanten Stadtführung, bei der wir vieles interessantes über die frühere Bedeutung Trnavas erfahren konnten. So zum Beispiel war Trnava 300 Jahre lang der religiöse Mittelpunkt der österreichischen/ungarischen Region während der Belagerung durch die Türken. Wegen der vielen Kirchen nennt man Trnava auch das Klein-Rom der Slowakei.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es dann per Bus in die „Kleinen Karpaten“ zur Besichtigung des sogenannten roten Schlosses. Rot deshalb, da es auf rotem Quarzit erbaut wurde. Viele Jahre gehörte es der ungarischen Estherhazy Dynastie, bevor es in staatliche Hand überging. Heute beherbergt es eine große Sammlung an Möbeln, Porzellan, Waffen und vielem mehr aus der damaligen Zeit. Die kleinen Karpaten erinnern einen sehr an den Pfälzer Wald.

Nach einer Führung durch das Schloss, ging es für die Schüler in ein nahegelegenes Herrenhaus, welches früher den gleichen Eigentümern gehörte. Auf dessen Gelände wurde eine Schnitzeljagd veranstaltet und anschließend zünftig gegrillt. Wir Lehrer waren, organisiert von einem der Gast-Väter, zum Essen bei einem privaten Winzer, der über einen beeindruckenden Weinkeller verfügte. Eine kleine Verkostung stand natürlich mit auf dem Programm. So klang der Abend gemütlich aus.

 

 

MITTWOCH

Am Mittwoch stand der Empfang bei der Bürgermeisterin auf dem Programm. Dieser Empfang hat große Tradition bei den jeweiligen Mobilities und dient vor allem dazu das Erasmus + Projekt in der gastgebenden Stadt bekannt zu machen. Presse und TV waren auch dabei. Neben der obligatorischen Begrüßungsrede durch das Stadtoberhaupt werden durch die Vertreter der teilnehmenden Schulen Gastgeschenke übergeben und die Teilnehmer konnten sich in das Gästebuch der Stadt eintragen.

 

In der „guten Stube“ des Rathauses

 

Eine Seite reserviert für die Erasmus-Gäste

 

Im Anschluss an den Empfang ging es wieder in die Schule und praktisches Arbeiten war für die Schüler angesagt. Die Lehrer widmeten sich organisatorischen Dingen wie die Terminierung und Planung der kommenden Mobilities.

 

DONNERSTAG

Am Donnerstag ging es in die Slowakische Hauptstadt Bratislava, die knapp 50 KM von Trnava weg liegt. Verkehrstechnisch ist die Slowakei mitten in Europa angekommen, denn bedingt durch einen fast zweistündigen Stau auf der Autobahn, verkürzte sich unsere Stadtführung leider etwas. Nichtsdestotrotz konnten wir die wichtigsten Gebäude und Sehenswürdigkeiten in Augenschein nehmen und bekamen einen umfassenden Einblick in die bewegte Geschichte der Stadt. Alle konnten dann nach der Stadtführung bei bestem Wetter einige Stunden Freizeit in der Stadt genießen. Der Tag wurde in Trnava mit einem gemeinsamen Abendessen beendet. 

 

Interessierte Zuhörer bei der Stadtführung

 

Interessierter Zuschauer bei der Stadtführung, genannt „Der letzte Corso“

Das mittelalterliche Rathaus von Bratislava

Nach dem Abendessen hatten wir dann noch die Gelegenheit das EM-Qualifikationsspiel Slowakei gegen Ungarn aus unserem Hotelzimmer zu verfolgen, dessen Fensterblick direkt ins Stadion ging!

 

FREITAG

Freitag, letzter Tag einer tollen Woche mit vielen netten Menschen, großer Gastfreundschaft und interessanten Einblicken in das Leben eines noch jungen demokratischen Staat des ehemaligen Ostblocks. Eine wertvolle Erfahrung für alle Beteiligten. Definitiv eine weitere Reise wert!

Heute stand nochmals Kultur auf dem Programm. Eine Busfahrt führte uns nach Nitra, eine Kleinstadt, 30 KM nordöstlich von Trnava. Hier stand die Besichtigung des schlossähnlichen Bischofsitzes an. Wunderschön auf einem Hügel in der Stadt gelegen, mit vielen Anstrengungen und EU-Geldern renoviert konnten wir auch hier die große religiöse Bedeutung dieser Region für die damalige Zeit greifen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in Nitra fuhren wir zurück nach Trnava und alle Schüler verbrachten den restlichen Tag in ihren Gastfamilien. Letzte Souvenir-Einkäufe wurden getätigt und Koffer gepackt. Ein gemeinsames Abendessen der Lehrer beendete dann die gemeinsame Woche. Ein großer Dank gilt speziell Monika, Ivana und Juraij sowie dem ganzen dahinterstehenden Team, die uns während der gesamten Woche hervorragend betreut haben.

Vor dem Bischofssitz

  

 

SAMSTAG

Am Samstag hieß es dann Abschied nehmen. Punkt 7 Uhr machten wir uns auf den Weg Richtung Heimat. Alle fuhren wir mit einem sehr guten Gefühl zurück nach Frankenthal, die Schüler haben neue Freunde gewonnen und wir freuen uns schon auf die nächsten Gelegenheiten unsere Kollegen irgendwo wieder zu treffen. Eine gelungene Woche liegt hinter uns! Nach nicht ganz 9 Stunden Fahrt erreichten wir am Nachmittag wohlbehalten das PIH wo wir von den Eltern schon erwartet wurden.

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