Sekundarstufe


 

AUS DEM SCHULLEBEN DER SEKUNDARSTUFE

In der Sekundarstufe werden die Schüler nach den Lehrplänen der allgemeinbildenden Schulen unterrichtet. Sie können nach individuellem, kognitivem Leistungsstand die Abschlüsse der Realschule-Plus erreichen, das heißt, entweder nach der 9. Klasse die Berufsreife (ehemaliger Hauptschulabschluss) oder nach dem 10. Schuljahr den Qualifizierten Sekundarabschluss I (Mittlere Reife).

Zunächst durchlaufen die Schülerinnen und Schüler in den Klassenstufen 5 und 6 gemeinsam die Orientierungsstufe. Ab der 7. Klasse haben sie dann, je nach ihren individuellen Fähigkeiten, die Möglichkeit, einen Grund- oder Leistungskurs zu besuchen, der sie zur Mittleren Reife führt. Die Klassenstufen sind in der Regel dreizügig. 

Unterrichtet werden die Jugendlichen durch Lehrkräfte, die speziell für die Bedürfnisse Hörgeschädigter ausgebildet sind. Zusätzlich werden Pädagogische Fachkräfte als kompetente Unterstützung dort eingesetzt, wo differenzierende Maßnahmen erforderlich sind. Die Räumlichkeiten der Sekundarstufe sind nach neuesten schallschutztechnischen Erkenntnissen entstanden und bieten optimale akustische Bedingungen. 

Eine weitere Neuerung ab Klassenstufe 7 ist die sog. Lernzeit. Dieses Angebot ist im Stundenraster fest etabliert und findet zweimal pro Woche für je zwei Unterrichtsstunden am Nachmittag statt. Es ermöglicht den Schülern u.a. Lerninhalte zu wiederholen bzw. zu vertiefen, soziale Kontakte zu knüpfen und zu pflegen.


BESONDERE UNTERRICHTSANGEBOTE

Durch das neu eingeführte Wahlpflichtangebot können die Jugendlichen bereits frühzeitig einen Einblick in beruflich relevante Bereiche gewinnen. Gemäß ihren Begabungen und Neigungen wählen die Schüler aus folgendem Angebot:

  • Technik und Naturwissenschaften (TuN)
  • Hauswirtschaft und Sozialwesen (HuS)
  • Wirtschaft und Verwaltung (WuV)
  • 2. Fremdsprache Französisch                                 

Ergänzt werden die jeweiligen Inhalte durch eine Informatische Bildung (IB), die in die unterschiedlichen Unterrichtsfächer integriert ist. Hierfür steht ein modern ausgestatteter PC-Pool zur Verfügung.


Praktika
Nach der Orientierungsstufe haben unsere Schüler in der 7. Klasse die Gelegenheit bei einem monatlich einmal stattfindenden Tagespraktikum einen Einblick in verschiedene Berufsfelder zu bekommen. Dabei werden die zahlreichen Werkstätten und Ausbildungsbereiche unserer eigenen Einrichtung durchlaufen, wie z.B. Elektrowerkstatt, Medienzentrum, Verwaltungsstellen, hauswirtschaftliche Bereiche, Holz-, Metall- und Medienwerkstatt, PC-Administration oder Schneiderei.

In der 8. Klasse werden in der Regel zwei Betriebspraktika durchgeführt, die sich die Schüler frei nach ihren Interessen suchen. Ergänzt wird die berufliche Orientierung in der 9. Jahrgangsstufe durch ein weiteres Betriebspraktikum.


Schülerkiosk
Seit mehreren Jahren betreiben Schüler der Klassenstufen 7-9 täglich einen Schülerkiosk. Zu den Aufgaben dieser Schülerfirma, die Wert auf ein möglichst gesundes Pausenfrühstück legt, gehören neben dem Verkauf auch Bereiche wie Werbung, Einkauf, Zubereitung und Buchhaltung.                                                                               


Übergang Schule-Beruf
Einen wichtigen Raum im Unterricht nimmt das Thema Berufsorientierung ein. Unterstützt werden die Lehrer hierbei durch einen Koordinator ÜSB, der u.a. Kontakte zu ortsnahen Firmen herstellt und pflegt sowie eng mit mit der Berufsberatung der Arbeitsagentur zusammenarbeitet.

So wird beispielsweise innerhalb eines Planspiels der gesamte Bewerbungsablauf simuliert- vom Schreiben der Bewerbung bis hin zum Bewerbungsgesprächs-Training, zu dem die Schüler in die Betriebe gehen. So soll ein Ausschöpfen aller individuellen Möglichkeiten sowie eine realistische Selbsteinschätzung erreicht werden.


IDENTITÄTSBILDUNG                                                     

Projekttage/Projektwochen
Jahrgangs- und klassenübergreifend werden projektbezogene, identitätsfördernde Themen zum Unterrichtsgegenstand.
So ist beispielsweise die Auseinandersetzung mit der eigenen Beeinträchtigung ein wichtiger Aspekt für die Identitätsentwicklung der Kinder und Jugendlichen. 

Sich selbst behaupten, sich erklären aber auch abgrenzen können und ebenfalls betroffene Erwachsene kennen lernen, die im Beruf und im Privaten erfolgreich ihren „Mann stehen“, sind hier nur wenige Beispiele identitätsstiftender Maßnahmen.


Schülertheater
Alljährlich in der Vorweihnachtszeit haben die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit beim Weihnachtsspiel auf der Bühne zu stehen und dort über sich hinaus zu wachsen. In den etwa zweiwöchigen Theaterproben lernen sich die Beteiligten auf oftmals ganz neue Weise kennen und schätzen. Viele überschreiten hier im positiven Sinne Grenzen, an die sie sich bisher nie herangetraut haben.


Schulpartnerschaften
Durch zahlreiche Schulpartnerschaftenhaben die Schülerinnen und Schüler im Laufe ihrer Schulzeit am PIH die Gelegenheit, Gleichaltrige von anderen Einrichtungen kennen zu lernen. So entstanden bisher rege Kontakte mit anderen Ländern und Kulturen (z.B. Polen, Tunesien, Ungarn, Ruanda, Paris, …) aber auch mit hiesigen Schulen, wie z.B. der Cüppers - Schule in Trier. Gegenseitige Besuche gehören selbstverständlich zum Ziel solcher Partnerschaften.


Schulgarten
Nach langer Zeit der Entbehrung hat unsere Schule endlich wieder einen Garten, der den verschiedenen Abteilungen zur Verfügung steht. Der Garten entstand im Sommer 2011 im Rahmen eines internationalen Work-Camps, an dem sich 17 Jugendliche aus zehn verschiedenen Nationen beteiligten. 

Er soll die Kinder und Jugendlichen einladen zum Beobachten und Staunen, auffordern auf Entdeckungsreise zu gehen - aber auch zum Arbeiten und anschließenden Genießen.

 

ANSPRECHPARTNER

Dirk Meyer
Tel.: 06233/4909-229
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